Rund ums Lenninger Tal mit dem Mountainbike 2019

Die ersten Windböen kündigen am 18. Mai um halb vier, unterhalb des Friedrichsfels, vom drohenden Umschwung. Die ersten Regentropfen fallen, schnelle Fahrt, zum Glück bergab. Wetterschutz hinter Panoramascheibe mit tollem Teck-Blick, leckere, frische Salate, Suppen, Kuchen, nebst hofeigener Limonade, Kaffee und Hefeweizen finden wir im Café des Sulzburghof, was will man in dieser Situation mehr.

Angekündigt hat sich die unbeständige Wetterlage mit tiefschwarzem Himmel schon über den Rapsfeldern auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Hochwang. Das Wetterradar zeigt unseren Standort in der Nähe des Schreckenfels umzingelt von Regen und Gewitterzellen. In der Ferne hört man Donnergrollen. Wir hingegen genießen noch die Sonne am Albtrauf und auch das Lenninger Tal ist noch in der regenfreie Zone. Vorbei an der Gustav-Jakob-Höhle, dem Kesselfinkenloch und dem Kammfels mit dem fantastischen Blick auf Unter- und Oberlenningen. Am Horizont (Titelbild)  können wir fast den gesamten Verlauf unserer Trailrunde, entlang des Abltraufs um das Lenninger Tal Revue passieren lassen.

Startpunkt für unser Trailrunde ist Unterlenningen, unterhalb des Sulzburghofes. Zunächst folgen wir den Gleisen der Teckbahn und dann der Kleinen Lauter bis Owen. Von hieraus nehmen wir den bequemen Straßenaufstieg (K1248) bis zum Wanderparkplatz Hörnle, um dann über die Tecksteige zur Burg Teck, mit 773 m ü. N dem höchsten Punk unserer heutigen Runde, zu gelangen. Wie der vermutliche Ursprung des keltischen Wort "tec" (schön) vermuten lässt, erfreuen wir uns am schönen Rundumblick z.B. Richtung Dettingen und zum Breitenstein.

Dem Hexenweg folgen wir bergab bis zum Sattelbogen um wieder bergan, auf einem lichtdurchfluteten Waldweg, begleitet von am Wegrand blühendem Silberblatt, zum Engelhof mit seiner Viehweide zu gelangen.

Überwiegend dem Albtrauf folgend geht es vorbei am Mittagsfelsen und den Tobelfelsen mit Blick übers Tobeltal zur Ruine Wielandstein. Über den Alten Fahrweg zur Alten Lenninger Steige gelangen wir wieder auf die Alb-Hochfläche nach Krebsstein. Vom dortigen, etwas versteckt gelegenen Wasserfels, 714 m ü. NN, hat man einen schönen Blick auf Gutenberg, zur Ruine Sperberseck und in der Ferne zum markanten Römersteinturm. Die letzten mit Sonne und Regen geprägten Tage hatten ihr Gutes und der Mai konnte so all seine schöne Blütenpracht mit Rosskastanie, blutrotem Storchschnabel und Bibernell-Rose, Gold Brennnessel und Löwenzahn entfalten. Auf diesem Teil waren wir bei unser Herbstwanderung 2015 unterwegs. 

Über Schlattstall mit einer ausführlichen Pause und dem Goldloch, einem Quellbach der Schwarzen Lauter, nehmen wir, wie ich finde, den saumäßig steilen Anstieg der Strohweiler Steige. Kaum auf der Alb-Hochfläche durch Strohweiler, geht es schon wieder runter ins schöne verwunschene Erdtal und nochmals hoch bis zur K6758.

Wahrscheinlich aufgrund der unsicheren Wetterlage an diesem Mai-Samstag begegneten uns so gut wie keine Wanderer auf unserer Traufrunde, nur zum Abschluss im Café des Sulzburghofes wurde es kurzzeitig kuschelig.

Text und Bilder: Ulf  / 20.05.2019