36. Stuttgart-Strasbourg-Stuttgart 2020 - etwas anders

Die Radler und das Verpflegungsteam vor dem Hotel in Kehl am Sonntagmorgen

Wie so oft im Leben hat eine Krise auch ihre positiven Aspekte. Man verlässt seine gewohnten, austretenden Pfade, öffnet sich Neuem und ist überrascht, und zum Schluss vielleicht sogar zufriedener.

Beste Wetterbedingungen für unser Strasbourg-Wochenende. Die Regenjacke konnte in dieses Jahr getrost zu Hause bleiben. Es ist von Beginn an kurz-kurz angesagt, nur vereinzelt zeigen sich am frühen Morgen des 12. September 2020 beim Start in Stuttgart-Vaihingen (Parkplatz der HdM) noch Armlinge.

Schnelle Gruppe Bild: © Erna

Da in Frankreich eine Gruppengröße von zehn Radler nicht überschnitten werden durfte, fuhren wir in zwei Gruppen a zehn bzw. neun sportlichen Radlern über den Schwarzwald. Unsere bewährten Tourenführer Sigi und Thies übernahmen je eine. Ohne Führungsfahrzeug und Besenwagen war es möglich mal wieder - nach fast zehn Jahren "Abstinenz" - die Seibelseckle-Variante von Schönmünzach zur Schwarzwaldhochstraße hochzufahren. Ein echtes Erlebnis, so vermute ich, für alle Radler.

Samstagmittag 19 Radler am Seibelseckle

Etwas anders verlief auch unser Strasbourg-Aufenthalt. Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen (Ende August / Anfang September) im Elsass und speziell in Strasbourg, entschlossen wir uns eine Woche vor der Tour streckentechnisch etwas umzuplanen. Heraus kam, dank Elvira, eine kurze Samstagnachmittag-Stippvisiten-Rundfahrt durch Strasbourg mit einem Foto-Stopp vor dem EU Parlament. Mal was anderes.

Flotte Gruppe vor dem EU Parlament Bilder: © Wolfram  und Schnelle Gruppe Bild: © Jürgen

Übernachtet wurde im ates Hotel in Kehl nur wenige Gehminuten von der Europabrücke und dem entlang des Rheines verlaufenden grenzüberschreitenden deutsch-französischem Landesgartenschaugelände von 2004 entfernt, dem "Garten der zwei Ufer" Jardin des deux rives.  Die den Rhein überspannenden Brücke Passerelle des Deux Rives ist das Symbol für das zusammenwachsende Europa.

Ein sehr leckeres Abendessen konnten wir aufgrund der für September sehr warmen Temperaturen unter freiem Himmel im Restaurant Hafen 17 bis nach 22 Uhr genießen. Was für ein Glück in diesen Zeiten! Bild: © Jürgen

Bei der Verpflegung wieder dabei, der leckere Bananenkuchen und Mandelzopf von Erna, Danke!

Beste Stimmung bei unserer Partnerschaftsfahrt 2020                                                                                                        Bilder: Ulf und Elvira


Schnelle Gruppe vor dem Hotel Bild: © Jürgen

Gruppenbilder am Ruhestein Sonntag, 13. September 2020, Ruhestein-Königin und -König wurden 2020 nicht ausgefahren.

Ziel Stuttgart-Vaihingen am Sonntagnachmittag

Danke an die Stadt Stuttgart
Danke an die Stadt Stuttgart

Der Vorstand bedankt sich bei Sigi und Thies und deren Helfern, Uwe und Henning sowie bei den Schlussfahrern, Birgit und Matthias. Bei Elvira für die Streckenplanung, die Planung der Finanzen und die Einkaufslogistik und im Hintergrund für den Mail-Verkehr bei Peter. Besonderer Dank geht auch an die radelnden Teilnehmer für die gute kameradschaftliche Stimmung!


Noch etwas Kurioses zum guten Schluss – man glaubt es kaum – Zufall?
Auf der Rückfahrt schon fast im Ziel, kurz vor Vaihingen folgte die flotte Gruppe von Sigi dem Streckentrack durch den Wald Richtung Bernhardshöhe. Die vordersten Fahrer bemerkten, dass ein RTC-Vereinskamerad in unserem neuen RTC-Trikot vor ihnen unterwegs war. Schnell war aber schwarz auf weiß klar wer dies war. Denn als dieser etwas ungeschickt aus seiner Trikottasche etwas herausholte, fiel ein kleines Plastikkärtchen heraus. Sein Personalausweis! Nach einem jähen Stopp und Aufsammeln des Ausweises war der Kamerad natürlich schon über alle Berge. Im Ziel rief der Finder den völlig erstaunten Kameraden an. Er habe ein „Bild“ von ihm gefunden – und ob er es nicht auslösen wolle… Bemerkt hatte der Vereinskamerad seine Verlust übrigens noch nicht!
Zufälle gibt es, die gibt es (eigentlich) nicht. Denn: Der Vereinskamerad wusste nicht, dass dieser geänderte Streckenabschnitt auf dem neuen Streckenplan stand und auch nicht, zu welcher Uhrzeit die Strasbourg-Radler in befahren würden.

Bilder: Elvira und Ulf, Text: Ulf / 14.09.2020

Liebe Teilnehmer, wir freuen uns über eure Rückmeldungen unter der Kommentarfunktion. 

Weitere Bilder und Berichte von unseren Radlern folgen...

Bilder: © Jürgen

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Kommentare: 2
  • #1

    Uwe (Samstag, 19 September 2020 22:03)

    So, jetzt liegt die etwas andere 2-Etappenfahrt schon wieder eine Woche zurück. Zeit genug, um einmal durchzuschnaufen und zurückzuschauen.

    In 2 Gruppen (eine schnelle Gruppe und eine besonders flotte Gruppe :-)) waren es diesmal 19 Fahrer. Durch die geringere Gruppengröße war alles deutlich familiärer. Es war so auch möglich, die Fahrtgeschwindigkeit etwas individueller anzupassen, auch wenn das für mich zunächst eine ungewohnt lange Führungsarbeit in der Doppelreihe bedeutete.

    Wir starteten am Samstag in Stuttgart-Vaihingen und konnten uns so ein paar Kilometer von der Stadtmitte bis auf die Filder und die etwas schmucklose Auffahrt aus Kaltental "sparen".

    Kurz nach 8 Uhr ging's also los. Die neuen Vereinstrikots leuchteten schön in der Spätsommersonne.
    Die 2 Gruppen konnten ohne die sonst eingesetzten Führungs- und Schlussfahrzeuge am Samstag eine alternative Route über Bald Wildbad, Besenfeld und die laaaaaange Auffahrt zum Seibelseckle nehmen, bei der kilometerlang kein Auto das Radeln störte.

    Ich habe zwar nicht allzu viel von der Schönheit des nahe der Hornisgrinde befindlichen Streckenabschnitts mitbekommen. da mein obligatorisches Tief nach 4 Stunden Fahrzeit ausgerechnet in dieses Segment fiel. Den Fotos nach zu urteilen ist es aber eine sehr schöne Gegend.

    Angekommen in Kehl stand nach einer Dusche dann das Essen an einem lauen Septemberabend im Freien auf dem Programm - einfach traumhaft.

    Am nächsten Morgen ging es aufgrund der früheren Öffnung des Frühstücksbuffets als in Straßburg nach einem im Vergleich geradezu entspannten Frühstück zurück in Richtung Stuttgart.

    Nach ein paar Kilometern kam es dann aufgrund meiner Unaufmerksamkeit fast zum Unfall.

    Ich muss mich nochmals bei den Mitradlern für meinen Blackout entschuldigen, als ich in einer Rechtskurve nicht nach rechts fuhr und nur dank der Geistesgegenwart der hinter mir Fahrenden ein Sturz vermieden werden konnte - es soll nach Möglichkeit nicht wieder vorkommen.

    Der Ruhestein offenbarte dann wieder einmal mein größtes Defizit - die lange Bergauffahrt. Insgeheim wollte ich ein paar Minuten schneller sein als im letzten Jahr bei dem scheußlichen Wetter - aber es kam anders.

    Die Fahrt an der Spitze der Gruppe kostet doch mehr Kraft als man so glaubt - ich kann jetzt besser einschätzen, was die Führungsfahrer leisten. Mein Respekt, dass Ihr Jahr für Jahr diese Fitness aufweist und das nötige Tempogefühl habt.

    Dafür habe ich während des Fahrens zum Ruhestein auch mal in die Rheinebene und zur Hornisgrinde rüber geschaut - bei meiner Premiere im vergangenen Jahr war ja aufgrund des Nebels und der Dunkelheit nicht viel von der Umgebung zu sehen.

    In der flotten Gruppe wurde am Sonntag wie bereits in der zweiten Hälfte des Samstags die Führungsarbeit aufgeteilt, so dass sich jeder mal im Windschatten erholen konnte.
    So kam ich nach den drei verbliebenen Anstiegen und dem Auf und Ab kurz vor Stuttgart vergleichsweise "ausgeruht" in Vaihingen an.

    Mein besonderer Dank geht an Elvira und Ulf für die perfekte Planung, Organisation und Verpflegung unterwegs. Ihr habt das so toll gemacht, dass es kaum besser geht.
    Ich würde Euch aber trotzdem im nächsten Jahr wieder lieber mitradeln sehen.

    Ein großes Dankeschön geht auch an Sigi. Du hast unsere flotte Gruppe hervorragend angeleitet.

    Ich glaube, dass jeder Mitfahrer dieses Stuttgart-"Straßburg"-Stuttgart in besonders guter Erinnerung behalten wird - das war eine perfekte Werbung für die 2-Etappenfahrt und für unseren Verein. Trotz Corona hat es der RTC geschafft, nach Rund um Stuttgart im August auch noch die 2-Etappenfahrt in diesem seltsamen Jahr 2020 durchzuführen - wer hätte das gedacht!

  • #2

    Erna Kraus (Sonntag, 20 September 2020 08:50)

    Angela und ich hatten das Privileg und den Genuss stets hinter Thies und Henning fahren zu dürfen. Thies blieb uns sogar am Berg treu und hat uns mit nach Oben gezogen. Henning hatte am Berg eine andere Aufgabe!
    Es war ein super Wochenende, ein tolles Team. Obwohl die „Sigi Gruppe“, die wir immer an den Verpflegungsstellen trafen, zeitlich versetzt fuhr, war das Gruppengefühl immer vorhanden.
    Es war eine wunderschöne Straßburg Tour. Ich spüre zwar immer noch meine Beine, aber möchte nichts missen!
    Elvira und Ulf, vielen Dank nochmals, war einfach klasse.