Röhnrad-Marathon Bimbach 2026

Schon länger wollte ich mal in Bimbach mitfahren, aber die frühe Voranmeldung und die Entfernung hatten mich bisher davon abgehalten.  Dann kam Elviras E-Mail: Peter hatte wegen Erkältung auf seinen Startplatz (Tour C, 214 km, 3.465 HM) verzichtet. Nach Absprache mit meiner Frau, ein Wochenende in Fulda zu verbringen, war die etwas längere Anfahrt kein Problem mehr. Die Wettervorhersage war super und nachdem die Übergabemodalitäten mit dem Ausrichter geklärt waren, stand meiner Teilnahme nichts mehr im Wege. Ein Zimmer in Fulda war schnell gefunden. Also reisten wir am Pfingstsamstag Nachmittag an. Die Autobahn war unglaublich leer, alle Pfingsturlauber waren schon weg.

In Bimbach angekommen, trafen wir uns mit den schon vorher angereisten RTC’lern Martin, Thies, Siggi, Birgit, Matthias und Günther. Der RTC war also richtig gut vertreten. Einige kamen von der 116-km-Runde zurück und wir stellten uns sogleich zum Gruppenbild auf. Nach Umschreiben der Startkarte und Besichtigung der Ausstellung fuhren wir in unser Hotel zurück – das lustigerweise Peterchens Mondfahrt hieß.

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, 6 Uhr am Start
Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, 6 Uhr am Start

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 5 Uhr. Nach kurzem Frühstück radelte ich die gut neun Kilometer nach Bimbach zum Start. Die Extrem-Marathonis Martin und Matthias waren schon um 5:30 Uhr gestartet, während wir anderen um 6 Uhr losfuhren. Auf den ersten Kilometern war es ein großes Fahrerfeld, das sich aber bald bei der ersten Steigung auseinanderzog.
Ich verlor meine Mitfahrer schnell aus den Augen, aber das war ja auch so abgesprochen, im Zweifelsfall fährt jeder für sich.

Am KP Fladungen
Am KP Fladungen

Die Temperaturen lagen noch unter 20 Grad und waren damit angenehm kühl, der Wind spielte keine große Rolle – ideale Bedingungen also. Die Anstiege waren weder besonders steil noch lang, sodass die Kontrollpunkte Eckweisbach und Fadungen schnell erreicht waren.

Danach ging es hinauf zum Heidelstein, wo sich oben eine fantastische Panoramasicht über die Hessische, Thüringische und Bayerische Rhön bot. Mit ca. 842 m ü. NN. war damit auch schon der höchste Punkt der Tour erreicht. Nach der Abfahrt wartete beim KP Bischofsheim eine warme Verpflegung mit leckeren Köpfle mit Gulasch oder Tomatensoße. Auch Dixi-Toiletten fehlten nicht. Überhaupt war die Veranstaltung hervorragend organisiert, und die pinkfarbene Beschilderung war vorbildlich.

Weiter ging es am Kesselstein vorbei nach Gersfeld und zur Eube, bevor ein längerer Abschnitt mit nur kleinen Steigungen folgte, bei dem auch mehrmals die Autobahn A7 gekreuzt wurde. Nach dem KP Oberzell wartete dann noch der Anstieg zum Großen Nickus auf uns. Nicht besonders lang, aber mit bis zu 18 % (auf dem Schild stand sogar 20 %) sehr giftig. Zur Entschädigung gab es dann eine tolle Panoramaaussicht und Abfahrt bei Eichenried.

Letzter KP Buchenrod
Letzter KP Buchenrod

Am KP Buchenrod gab es dann noch eine willkommene Kaffeepause, war es doch mit z. T. über 30 Grad Celsius wärmer geworden als gedacht.
Die letzten Kilometer bis Bimbach legte ich mit zwei anderen Fahrern zurück und wir nutzten gegenseitig den Windschatten.  Um 15 Uhr erreichte ich das Ziel mit einem Schnitt von 27,2 km/h, deutlich schneller als geplant. Nach einem alkoholfreien Hefeweißbier holte ich mein Finishershirt ab.  Es gab außerdem zahlreiche Werbegeschenke, darunter Haarshampoo gegen Haarausfall – etwas spät für mich ;-)
Zurück in Fulda hatte ich genug Zeit zur Regeneration, bevor wir am Schloss zum Abendessen gingen. 

Den Pfingstmontag nutzten wir für Sightseeing. Wir besichtigten den hervorragend restaurierten Dom St. Salvator mit Dommuseum, das Stadtschloss, den Schlossgarten mit Orangerie und das Barockviertel. Leider reichte die Zeit nur für einen kleinen Teil der Sehenswürdigkeiten der Bischofsstadt.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Kreuzberg und genossen die fantastische Fernsicht.

Bericht und Bilder: Georg M. / 26.05.2026 

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