35. Stuttgart-Strasbourg-Stuttgart 2019

Stuttgart, Samstag 7. September 2019
Zwischen Rathaus und Weindorf gab Frau Daniela Klein, vom Amt für Sport und Bewegung, pünktlich um 8 Uhr, das Startzeichen für die 35. Partnerschaftsfahrt Stuttgart – Strasbourg – Stuttgart.

Zuvor bedanke sie sich im Namen der Landeshauptstadt Stuttgart beim RTC Stuttgart für das langjährige Engagement im Hinblick auf die Partnerschaftsfahrt nach Strasbourg.
Frau Klein erwähnte, dass im Olympiajahr 2020 die deutsche Straßenrad-Meisterschaft im Großraum Stuttgart ausgetragen wird. In diesem Zusammenhang soll es auch ein Jedermann-Rennen geben, bei dem sie alle Partnerschaftsfahrt-Teilnehmer herzlich einlud. Start und Ziel des Jedermann-Rennens wird in Stuttgart sein.

Unsere Teilnehmer und wir vom RTC Stuttgart freuten uns über die Verabschiedung und die guten Wünsche von Frau Klein – vielen Dank dafür.

In diesem Jahr starteten wir mit 8 Fahrerinnen und 37 Fahren, im Alter zwischen 24 und 70 Jahren. Man sieht, Radfahren ist eine generationenübergreifende Sportart und das Fahren in der Gruppe macht den Reiz des Radsports aus.

Baustellenbedingt durften wir in diesem Jahr gleich dreimal "neue", steilere Anstiege in Angriff nehmen.
Aufgrund einer Brückenerneuerung in Mühlhausen im Würmtal konnten wir nicht wie sonst, über Lehningen nach Neuhausen fahren, statt dessen ging es schon kurz nach Merklingen links Richtung Münklingen. Nach einer Rechtskurve in Münklingen kommt, kurz aber heftig, für die Beine die erste Herausforderung, um dann am Ortsende auf der Neuhauser Straße, bis zum Reiterhof, abermals zuzulegen.
Da die Ortsdurchfahrt von Schömberg für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, haben wir uns entschlossen vom Nagoldtal in Unterreichenbach über Grunbach nach Langenbrand, zur ebenfalls verlegten ersten Verpflegung nach 58 Kilometer zu fahren. Schon gleich zu Beginn, noch in Unterreichenbach, liegen hier die Steigungsprozente für ca. 500 Meter deutlich im zweistelligen Bereich. Es ist aber eine ruhige Straße und hinter Grunbach sehr schön im Wald.

Und dann noch eine Überraschung, leider ohne Behördenhinweis oder Ankündigung. Am Sonntag zuvor, bei der Testfahrt, war noch alles wie immer und jetzt: Die L340 aus dem Enztal nach Dobel ist wegen Belagsarbeiten komplett gesperrt.

Kurze Beratung im Führungsteam und weiter geht es links auf der kaum befahrenen Nebenstraße, zunächst nur leicht ansteigend, fast flach durchs schöne Eyachtal zur Eyachmühle. Da wir bis dahin (5 Kilometer ) nur ca. 100 Höhenmeter zurücklegten, kamen auf den nun folgenden zwei Kilometern fast ausschließlich zweistellige Steigungprozente, kurzzeitig mit 14 Prozent. Nach einer kurzen Abfahrt in Dobel, treffen wir wieder auf unsere geplante Strecke nach Bad Herrenalb.

Bei bester Stimmung, Sonnenschein und 24 Grad setzten wir mit der Fähre Drusus zwischen Greffern und Drusenheim nach Frankreich über.


Trikot zum 35. Jubiläum der Partnerschaftsfahrt

Bild: © Klaus Kögler
Bild: © Klaus Kögler
Trikot-Design: Clara Kulemeyer
Trikot-Design: Clara Kulemeyer

Gruppenfoto am Sonntag vor dem Hoteleingang.
Die Fahrer und Helfer in dem von Clara Kulemeyer gestalteten und von der Stadt Stuttgart bezuschussten Partnerschaftstrikot.
Danke, an dieser Stelle an Dich Clara, für das schöne, klare Design. Das Trikot ist bei unseren Teilnehmern sehr gut angekommen und sie werden es bei passender Gelegenheit „ausführen“.
Leider mussten wir es an diesem Sonntag notgedrungen die meiste Zeit schützend unter den Wind- und Regenjacken "verstecken".

Wie meinte ein Teilnehmer am Ziel in Stuttgart: Das Trikot haben wir uns redlich verdient, sozusagen ein Finisher Trikot. 

P.S. Der rote Streifen stammt übrigens aus dem Stadtwappen von Strasbourg.


Herr Jean-Baptiste Schiber von der Coopération et réseaux transfrontaliers (Grenzüberschreitende Netzwerke) schickte uns per Mail : „Alles Gute, viel Erfolg und gute Stimmung bei dieser anspruchsvollen Radtour “.  Er ist  bei der Stadt Strasbourg für die Städtepartnerschaft mit der Landeshauptstadt zuständig. Herr Schiber, selbst begeisterter Rennradfahrer, war unglücklicherweise an unserem Strasbourg-Wochenende verhindert. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr und wir können ein Stück zusammen Radfahren, wir würden uns jedenfalls sehr freuen.

Die Wetterprognosen für unsere Rückfahrt über Schwarzwaldshöhen am Sonntag verhießen nichts Gutes.

Profil vom Rennrad-Tourenplaner www.quaeldich.de
Profil vom Rennrad-Tourenplaner www.quaeldich.de

Strasbourg, Sonntag 8. September 2019

Das Wetterglück war uns aber hold und wir konnten, zumindest von oben, bei trockenen Bedingungen in Strasbourg starten. Zwischen Appenweier und Oberkirch waren die Straßen sogar trocken und die Hoffnung stieg. Die Meldung vom Verpflegungsteam, dass am Ruhestein die belegten Brötchen nebst Obst und warmer Gemüsebrühe und der super leckere, selbstgebackene Bananenkuchen und Hefezopf von Erna, auf uns – ohne Feuchtigkeit von oben  – warte, ließ die „Freie Fahrt“ von Oppenau zum Ruhestein wie im Fluge vergehen. Danke an Erna, ihr Selbstgebackenes fand reißenden Absatz!

 

Die diesjährigen Könige und die Königinn auf dem Weg zum Ruhestein:

An der Nagoldtalsperre überraschte uns dann doch ein kurzer, kräftiger Regenschauer und veranlasste den Verband zu einem kurzen Stopp, um die Regenjacken anzuziehen. Kurz darauf hatten wir wieder Wetterglück, sodass beim Aufstieg nach Wart und bei der zweiten Verpflegung vor Wildberg, es von oben trocken blieb.

Ab jetzt war Spritzwasser durch die vorausfahrenden Radler der "größte Feind" und inzwischen waren die Füße, trotz Überschuhen, vom Wasser erfasst. Da ist dann der Zeitpunkt gekommen, wo das vollends egal ist, Hauptsache man bleibt in Bewegung und damit warm.

Auffahrt von Klosterreichenbach nach Igelsberg an der Nagoldtalsperre vorbei zurück nach Stuttgart:

Auch der an der Nagoldtalsperre kurzzeitig einsetzende Regen und die darauffolgenden nassen Straßen bis Stuttgart, konnte uns den Spaß an unserer diesjährigen Partnerschaftsfahrt  nicht vermiesen. 

Durch Stuttgarts City hatten wir auf den großen Hauptkreuzungen wie Marienplatz (Heslacher-Tunnel) und Wilhelmsplatz Grüne Welle und konnten so im geschlossenen Verband unser Ziel, den Hans-im-Glück-Brunnen, zügig und pünktlich erreichen.
Danke an alle für die umsichtige Fahrweise, insbesondere in den regennassen Abfahrten. So kamen alle gesund und wohlbehalten in Stuttgart wieder an.
Nach einer kurzen Ruhesteinkönig*in-Siegerehrung fand in diesem Jahr, wegen der kühlen Witterung und den feuchten Radklamotten, ausnahmsweise nur ein gemütlicher Ausklang in kleinem Kreis statt. Uns hat es trotzdem Spaß gemacht und wir wollen im nächsten Jahr, bei Sonnenschein, den großen Ausklang gebührend nachholen.

Wie in schon in den vergangenen Jahren hat Birgit, als schnellste bei den Damen den Titel Ruhesteinkönigin 2019 errungen. Diesmal gab es einen, vom Amt für Sport und Bewegung der Stadt Stuttgart gestifteten Rössle-Pokal, den Birgit sichtlich stolz in Empfang nahm. Wir gratulieren und freuen uns mit ihr.

Matthias, der wie schon öfters auch 2019 Ruhesteinkönig wurde, hat seinen Pokal an den nur knapp geschlagenen Björn abgetreten. Chapeau.

Und Markus durfte sich als echter Kämpfer, der der Verlockung in den Besenwagen einzusteigen, nicht erlegen ist, das Ruhestein-T-Shirt überstülpen.

Dann bis zum nächsten Mal!

Bild: © Siegbert

Für alle zukünftigen Ruhesteinkönige*innen findet sich eine kurze Ruhestein-Anstiegsbeschreibung im Bericht zur  31. Stuttgart-Straßburg-Stuttgart 2015. Hier findet ihr auch einige Tipps zur Stadtbesichtigung in Strasbourg. 

Der Vorstand bedankt sich beim Führungsduo: Chef de la Tour Sigi und Holger, den Schlussfahrern: Henning und Matthias; beim Verpflegungsteam: Sigrun, Martin und Jürgen G.; im Führungsfahrzeug waren diese Jahr: Arist und Klaus sowie das Besenwagenteam: Marcus und Rüdiger.

Außerdem waren mit der Organisation im Hintergrund, ohne die nichts geht: Peter bei der Anmeldung, Elvira für die Finanzangelegenheiten und die umfangreiche Einkaufslogistik sowie Holger für die Hotel- und Restaurant-Kontakte und Günther für die Behördenpflichtkontakte im Vorfeld tätig.

Bild: © Arist

Last, but not least, bedanken wir uns bei den diversen Ämtern der Stadt Stuttgart, die uns behilflich waren, und ganz besonders beim Amt für Sport und Bewegung.

Weitere Bilder folgen in den nächsten Tagen und Wochen...

Liebe Teilnehmer, wir freuen uns über eure Rückmeldungen unter der Kommentarfunktion. 

Bilder: Arist, Klaus, Ulf; Text: Ulf  09.09.2019

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Kommentare: 1
  • #1

    Jochen (Sonntag, 06 Oktober 2019 16:02)

    Oups, schon wieder ein Monat vergangen... aber nur noch 11 Monate bis zur nächsten Fahrt! Ich drück schon mal die Daumen für's Wetter..
    Wie immer war alles top organisert, leider bei mäßigen Bedingungen. Aber so oder so: Danke an alle Helfer, hat wieder viel Spaß gemacht! Und jetzt warte ich ungeduldig auf die Bildersammlung.. ;=)