Knackige Anstiege im Mai 2015

Auf teilen des Westwegs und dem Schwarzwald-Panorama-Radweg von Pforzheim nach Freudenstadt.

Um 7:17 auf Gleis 8 startet unser Regional-Express vom Stuttgarter-HBF nach Pforzheim, wo wir pünktlich um 8:12 ankommen.
Wir wollen auf dieser MTB-Tages-Tour über Schwarzwalds-Höhenrücken zwischen Enz- und Murgtal bis nach Freudenstadt fahren. Dazu folgen wir überwiegend dem Westweg, welcher als Nord-Süd-Fernwanderweg durch den Schwarzwald von Pforzheim bis nach Basel, ca. zirka 280 km und 7000 Hm, führt. Der Westweg beginnt eigentlich in der Nähe des Zusammenflusses von Würm und Nagold. Er ist einer der ältesten Fernwanderwege in Deutschland, bereits 1900 hat der Schwarzwaldverein ihn angelegt und zählt heute zu den "Top Trails of Germany".
Wir fahren zunächst die Bahnhofstraße runter zur Enz und folgen dann dem Radweg Flussaufwärts bis Birkenfeld. Ab hier geht es durch grüne Wälder stetig ansteigend, dem Wegkennzeichen rote Raute auf weißem Grund folgen, bzw. dem Radwegschild.

Nachdem wir Birkenfeld verlassen haben erstreckt sich der erste weite Blick nach Keltern, Karlsbad-Langensteinbach bis zur Residenzstadt Karlsruhe am Horizont. Oberhalb von Neuenbürg vorbei geht es weiter ansteigend zum Dreimarkstein. Hier kreuzen wir das erste Mal die Route unserer Etappenfahrt „Stuttgart-Straßburg-Stuttgart“ (L340) welche von Höfen im Enztal zum Luftkurort Dobel verläuft.

Über den Hüttenwaldweg kommen wir am Großen Volzemer Stein, einer „Felsburg“ mit fast 100 m Breite und bis zu 10 m Höhe, die aus riesigen Felsblöcken besteht, vorbei. Die Felsformation entstand durch die Verwitterung des geschichteten Buntsandsteins, aus dem weichere Gesteinsschichten ausgespült wurden. In die Risse drang Wasser ein und sprengte Felsblöcke ab. Früher diente der widerstandsfähige Sandstein als Steinbruch für Mühlsteine und Brunnentröge.

Durchs Enge Türle gelangen wir aus dem Wald heraus und treffen am Südrand von Dobel auf die Wildbader Straße welche von der Eyachmühle herauf kommt. Diese ist dem einen oder anderen von uns durch den zweiten Anstieg bei unserer „Nordschwarzwald kurz und knackig“-Tour her bekannt. In Dobel nehmen wir uns, bei strahlendem Sonnenschein, die Zeit für eine Pause vor einer Bäckerei/Metzgerei.

Der Höhenstraße folgend führt nun unser Weg sanft ansteigend zunächst asphaltiert zum Weithäusleplatz. Von dort geht es weiter halbrechts dem Schotterweg Hahnenfalzweg folgend zur Schweizerkopf-Schutzhütte auf 835 m ü. NHN, von der man einen schönen Ausblick Richtung Loffenau und Bad Herrenalb genießen kann. Der Ausblick wurde in den 1990er Jahren begünstigt, als der hohe Baumbestand durch mehrere Orkane, u.a. dem Wintersturm Lothar, großflächig vernichtet wurde. Nach einer kurzen Abfahrt geht es vorbei an der Hahnenfalz-Hütte, hier gibt es einen Brunnen, wieder bergauf zur Langmartskopf-Schutzhütte. Der größte Teil der Höhenmeter auf unserer heutigen Tour liegt nun hinter uns.

Danach geht es wellig auf sehr gut fahrbaren Waldwegen weiter durch weite Wälder und Moore. Da wir einen kleinen Abstecher über einen kurzen Trail, dem eigentlichen Wander-Westweg folgend, nach Kaltenbronn abfahren, müssen wir gleich danach wieder knackig bergauf und gelangen so zum Hohlohsee, einem Moorsee. Dabei überquerten wir die L76b westlich von Kaltenbronn. Nur <1 km entfernt liegt die Schwarzmiss-Passhöhe. Bekannt durch unseren dritten und gleichzeitig anspruchsvollsten Anstieg bei unserer „Nordschwarzwald kurz und knackig“-Tour die Kaltenbronner Wand.

Vom benachbarten Hohlohturm (Kaiser-Wilhelm-Turm) 984 m ü. NHN, dem höchsten Punkt unserer Tour, hat man eine überragende Rundumsicht. Diese erstreckt sich in westlicher Richtung ins Murgtal und bei guter Sicht übers Rheintal hinaus bis zu den Nord-Vogesen. Hier kommen neben dem Westweg auch der Mittelweg sowie der Europäische Fernwanderweg E1 zusammen.

An Hohlohmüß verlassen wir den eigentlichen Westweg welcher nach Forbach runter führt. Unser Weg führt immer Richtung Süden, auf dem Höhenrücken weiter, westlich um Besenfeld herum (hier kurzzeitig der gelben Raute folgend) fast ausschließlich auf einsamen Waldwegen. Ab hier folgen wir dem Schwarzwald-Panorama-Radweg Dabei überqueren wir so ganz nebenbei die L409 von Klosterreichenbach kommend („Stuttgart-Straßburg-Stuttgart“, 2. Tag). Schließlich gelangen wir in einem weiten Bogen vorbei am Freudenstädter Krankenhaus durch die Nordstadt auf dem Marktplatz. Dieser gilt heute als der größte bebaute Marktplatz Deutschlands. Hier genießen wir bei Sonnenschein Maultaschen und genehmigen uns zum Abschluss eines schönen erlebnisreichen Radtages noch ein Eis in der Tüte.

Vom Hautbahnhof Freudenstadt, den wir in 3 min vom Marktplatz mit dem Fahrrad bergab erreichen, geht es mit unserem Metropolticket um 15:19 wieder zurück auf die Fildern.

Diesmal waren wir nur zu dritt. Vielleicht ist es für den einen oder anderen, nach diesem Bericht, doch ein Anreiz das nächste Mal dabei zu sein, wenn es wieder heißt: "Abfahrt des Regional-Express um 7:17 von Stuttgart Hauptbahnhof auf Gleis 8 nach Karlsruhe über Pforzheim"

 

Tourdaten:  75 km und 1300 Hm,  4:40 h reine Fahrzeit + ca. 1 h Pause

Man kann die MTB-Tour auch Verlängern und in Teilabschnitten auf den Schwarzwald-Radweg westlich, oberhalb der Kinzigtalsperre bis nach Wolfach fahren. Von der St. Romanner Höhe 720 m ü. NHN geht es dann in rasanter 8 km Abfahrt dem Ziel Wolfach auf 270 m ü. NHN entgegen. In der "Extended-Version" kommen dann 125 km und ca. 1900 Hm ca. 6:30 h Fahrzeit, ohne großen Stress, zusammen. Kurz nach Neuenbürg, am Beginn der Tour, auf der Höhe von Straubenhardt bis Weithäusleplatz sieht man das Wegzeichen des Scharzwald-Radwegs auch schon teilweise parallel zum Westweg verlaufend. Von Wolfach kommt man bequem mit der Ortenau-S-Bahn entlang des Kinzigtales über Alpirsbach nach Freudenstadt, Fahrtdauer ca. 40 min.

 

Noch ein Tipp: Da der Streckenverlauf, zumindest von Dobel aus, teilweise durch sehr einsame Wälder verläuft, außer Kaltenbronn und Besenfeld, ist es ratsam ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen. Bei der "Extended-Version" sollte man spätestens in Freudenstadt die Wasservorräte nochmals auffüllen.

Text und Bilder: Ulf / Sa. 16. Mai 2015


Kurz vor Hohenwart nach dem zweiten längeren Anstieg
Kurz vor Hohenwart nach dem zweiten längeren Anstieg

An Christi Himmelfahrt sind Peter, Ulf, Henning und Elvira bei sehr schönem Wetter die RTF "Rund um die Goldstadt Pforzheim" gefahren. Der Start ist in Keltern-Ellmendingen, westlich von Pforzheim. Gleich hinter dem Ort kam der erste kleinere Anstieg. Nach einer schnellen Abfahrt von Neuenbürg ins Enztal ging es im Schwarzwald rauf über Waldrennach nach Langenbrand. Nach 23 km hatten wir die erste Verpflegungsstelle am höchsten Punkt der Tour erreicht. Nach der schönen langen Abfahrt von Schwarzenberg nach Unterreichenbach fuhren wir gleich wieder hoch nach Hohenwart, runter ins Würmtal und wegen Straßensperrung teilweise das Würmtal hoch nach Tiefenbronn. Von hieraus ging es wieder zurück nach Westen übers Seehaus nach Niefern, wo die zweite Verpflegungsstelle uns erwartete. Die Schwarzwaldanstiege lagen nun hinter uns. Ab hier folgte die Streckenführung einem permanenten Auf-und-Ab. Das kostet aber genauso viel Kraft, wie ein langer Anstieg, den man gleichmäßig hochfährt. Kurz nach der nächsten Verpflegungsstelle, am Tiefer See bei Maulbronn, trennten sich unsere Wege. Peter und Henning sind auf die 160 km-Runde, Elvira und Ulf auf die 128 km-Tour. Am Schluss waren es dann auf der kürzeren Runde 1750 Hm mit vier Verpflegungsstellen und auf der langen 2300 Hm und fünf Verpflegungsstellen. Wie im Badischen üblich, gibt es keine Brötchen aber Bananen und Äpfel so viel man will, sowie teilweise Riegel und Kuchen.

 

Günther ist am selben Tag die Stauferlandrundfahrt in Kuchen/Fils gefahren, der Rest war im Urlaub.

Text: Elvira, Bild: Ulf / 14. Mai 2015


Klaus, Elvira und Ulf haben am 10. Mai bei schönem Wetter die herrliche Alblandschaft um die "Pfullinger Unterhose" (Schömbergturm) bei der 12. Pfullinger Country-Touren-Fahrt auf Forst- und Fuhrwegen, mit 75 km 1450 Hm genossen. Zunächst ging es durchs Eierbachtal, dann unterhalb des Naturschutzgebietes "Hochwiesen Pfullinger Berg" auf halber Höhe am Albrand entlang, mit schönen Ausblicken zur Achalm, um schließlich durchs Ramsteltal nach Genkingen auf die Alb zu gelangen.

 

"Die ersten Radler, die gegen 10.40 Uhr nach rund 20 Kilometern die Verpflegungsstelle in Genkingen erreichten, sahen nicht »gequält« aus. Der Anstieg sei schon anstrengend, räumten zwei Radler aus Böblingen ein, die sich an der 75-Kilometer-Tour versuchten. Auch der älteste Teilnehmer, Klaus Kögler, nahm die 75-Kilometer-Strecke in Angriff. Der Radsenior, der bereits seit über 35 Jahren auf dem Fahrrad sitzt, bewältigt die Strecke vor allem mit einem schnellen Tritt und weniger mit Kraft."

Zitat aus: "Mountainbiker überwinden knackige Anstiege" von ANKE LEUSCHKE Reutlinger General-Anzeiger

Gut gestärkt, mit Hefezopf und Bananen, ging es vorbei an der Nebelhöle, um den Golfplatz Sonnenbühl durchs „Große Rinnental“, einem Kaltluftsee, auf 735 m über NHN. Hier kommt es übers Jahr zu 200 Bodenfrosttagen. Bei entsprechender Wetterlage, windschwachen Strahlungsnächten, zählt die Wetterstation Sonnenbühl zu den kältesten Orten Deutschlands. Am 01.03.2005 wurden -33,7 °C gemessen. Als wir vorbeiradelten lag die Temperatur bei angenehmen +15 °C. Weiter ging es in weitläufigen Schleifen und Kehren um die Bärenhöhle und schließlich nach Kleinenstingen zur zweiten Verpflegungsstation. Vorbei am Schloss Lichtenstein, Reißenbach- und Kienlochtal ging's nochmals mit drei knackigen Anstiegen zurück zu den Pfullinger Hallen.

Einer ist an diesem Sonntag mit seinem neuen Rennrad bei der 26. „Rund um Altheim“ unterwegs gewesen.

Und zwei haben eine schnelle Rennradtour, von den Fildern ins Württembergische Unterland nach Heilbronn, entlang des Bottwartals und Neckartals und zurück absolviert.

Text und Bilder: Ulf / 10. Mai 2015


Einer von uns geht zur Zeit in der Provence die Aufnahme in den Club des Cinglés (Club der Verrückten) an, wenn das Wetter mitspielt. Dazu muss man den Gipfel des Mount Ventoux über alle 3 Auffahrten (Bédoin, Malaucène, Sault) erklimmen. Also 3-mal 21,5 km mit jeweils einem Höhenunterschied von 1620 m. Zum Nachweis gibt es ein Stempelkärtchen, wie bei einer RTF. Wenn man es geschafft hat, bekommt man eine Medaille mit eingraviertem Namen.


Leider war auch am 3. Mai das Wetter wechselhaft regnerisch. Trotzem sind zwei von uns auf einer Sternfahrt mit dem Trekkingrad durchs Feuerbachertal und zurück übers Lindental zur 14. Gäutour gefahren und haben Sigrun am Start in Stammheim besucht. Als wir so gegen ½ 12 in Stammheim ankamen, waren wir übrigens Teilnehmer 61 und 62 und konnten unter dem Vordach des Vereinsheimes den lecker Kuchen, bei leichtem Sprühregen, genießen.

 

Am 1. Mai ist Thies in der Nähe von Koblenz den Josef-Oster-Radmarathon, „eine tolle Strecke durch Eifel und Hunsrück - bei trockenen Bedingungen" gefahren. Hier im Süden hat das Wetter leider nicht zum Radeln bei der Drei-Wälder-Tour in Schwaikheim, eingeladen.

Text und Bild: Ulf / 3. Mai 2015