Tourenbeschreibung GrandTour 2019


In 11 Etappen von Stuttgart nach Nizza

Wie ihr seht, es tut sich was. Holger ist unermüdlich am planen verwerfen und umplanen, um allen Leistungsgruppen gerecht zu werden. Hier mal der Zwischenstand vom 06.01.2019:

Etappe 1: 160 Kilometer, 2.850 Höhenmeter

Stuttgart - Furtwangen

Unsere Etappenfahrt startet am Stadtrand von Stuttgart, nach derzeitigen Planungen in Oberaichen. Auf der autofreien Straße entlang der A8 rollen wir nach Maichingen, von dort aus nach Dachtel weiter nach Calw-Holzbronn ins Nagoldtal um über den autofreien Anstieg vom Seitzental nach Neubulach zu kommen. Über Altensteig geht es an der Erzgrube vorbei nach Freudenstadt. Hinter Freudenstadt kommt ein kurzer Anstieg nach Schömberg. Hier lohnt sich für eine Mittagsverpflegung ein Abstecher zur Staumauer Kleine Kinzig. Nach einer schönen Abfahrt nach Schiltach, zeigt sich der Schwarzwald von seiner steilen Seite. Denn es folgt ein knackiger Anstieg zum „Hochplateau“ Fohrenbühl. Über Sankt Georgen geht es nach Furtwangen-Neueck, unserem Ziel der ersten Etappe.

Etappe 2: 160 Kilometer, 2.900 Höhenmeter

Furtwangen-Neueck – Oberbipp

Der Tag beginnt mit einer kurzen Abfahrt zur Hexenlochmühle. Von dort erklimmen wir den Thurner, was wir aufgrund des moderaten eher schwarzwald-untypischen Profils problemlos meistern sollten. Vorbei an Titisee und Schluchsee geht es nach Stankt Blasien. Ein landschaftliches Highlight ist die lange Abfahrt durch das Albtal. Wir überqueren den Rhein und kurz dahinter die Schweizer Grenze. Auf verkehrsarmen Straßen geht es durch das Basler Land, wo uns ein paar giftige Anstiege erwarten bevor wir unser Ziel Oberbipp in der Nähe von Solothurn erreichen. Wem das Profil hinten raus zu wellig ist, fährt bei Kilometer 120 über die Schafmatt, ein kleiner, steiler aber verkehrsarmer Jura-Pass ins Aare-Tal und spart ca. 500 Hm.

Etappe 3: 185 Kilometer, 2.000 Höhenmeter

Oberbipp – Thonon-les-Bains
Von den Ausläufern des Juras fahren wir an das südliche Ufer des Genfer Sees. Eine Möglichkeit, die Etappe zu verkürzen ist nicht vorgesehen. Das Profil ist leicht wellig und es bietet sich an, diese Etappe komplett im geschlossenen Verband zu fahren.

Etappe 4: 150 Kilometer, 2.330 Höhenmeter

Thonon-les-Bains - Montmélian
Ab dieser Etappe stehen “echte” Pässe auf dem Programm. Aufgrund des flachen Profils sollte der Col de Jambaz keine Schwierigkeit darstellen. Die Abfahrt führt das Risse-Tal hinunter ins Arve-Tal. Durch die Borne-Schlucht erklimmen wir den Col de St.-Jean-de-Sixt und erreichen nach drei weiteren kleinen Pässchen unseren Zielort im Tal der Isère. Die Steigungsprozente auf der Etappe insgesamt fallen eher gemäßigt aus.

Wer die Etappe um knapp 20 Kilometer verlängern möchte, fährt bei Kilometer 85 ab nach Annecy und von dort aus über den Col de Leschaux.

Etappe 5: 130 Kilometer, 3.130 Höhenmeter

Montmélian – St. Jean en Royans
Auf dieser Etappe durchqueren wir die Chartreuse, eine Gebirgskette zwischen Genf und Grenoble, um in das Vercors zu gelangen. Die ersten zehn Kilometer nach unserem Start im Isère-Tal sind flach und geben uns die Gelegenheit zum Einrollen. Dann stellen sich uns landschaftlich sehr reizvolle drei Pässe in den Weg. Den Anfang macht der Col de Granier, gefolgt vom Col de Cucheron und dem Col de Porte. Nach einer langen Abfahrt geht es über Villard de Lans, der Bourne-Schlucht entlang zu unserem Ziel in St. Jean en Royans.

Etappe 6: 154 Kilometer, 2.500 Höhenmeter

St. Jean en Royans – Vaison-la-Romaine
Zeit zum Einrollen haben wir nach unserem Start in St. Jean en Royans leider nicht. Dafür werden wir mit einem der Highlights dieser Tour belohnt, der Route Combe Laval. Ein wenig schwindelfrei sollte man sein, stürzt doch die Felswand teilweise 700 Meter senkrecht nach unten, was wir bei der Auffahrt nur wahrnehmen, wenn wir einen Blick riskieren. Nach einer schönen Abfahrt vom Col de Rousset ins Tal der Drôme erreichen wir die Provence. Wir folgen dem Lauf der Rouanne über den Col Lescou und den Col de la Sausse. Ab der Passhöhe (Kilometer 115) geht es die letzten 35 Kilometer fast nur noch bergab zu unserem Ziel Vaison-la-Romaine.

Wer die Tour um 25 Kilometer und ca. 300 Höhenmeter verlängern möchte, macht einen Schlenker über den Col d’Ey (Streckenteilung bei Kilometer 130), auf dessen Abfahrt sich schöne Blicke auf den Giganten der Provence eröffnen. Im Ouveze-Tal radeln wir über eine stillgelegte, zum Radweg umge-baute alte Eisenbahntrasse bevor wir Vaison-la-Romaine erreichen.

Ruhetag
Heute ist Ruhetag. Vaison-la-Romaine ist ein nettes provenzalisches Städtchen mit einigen Sehens-würdigkeiten, wie zum Beispiel einer hoch auf dem Felsen gelegen Burg, etliche Hinterlassenschaften aus der Römerzeit, wie z.B. ein Amphitheater und eine römischen Brücke. Bademöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden. Falls man Bedarf nach mehr Sightseeing hat, nimmt man das Begleitfahrzeug und fährt nach Avignon und/oder Orange.
Wer lieber mit dem Rad die Gegend erkunden möchte, kann dies gerne tun, sollte sich aber für die nächsten Tage noch ein paar Körner aufbewahren.

Etappe 7: 120 Kilometer, 2.400 Höhenmeter

Vaison-la-Romaine - Manosque
Nach dem Ruhetag starten wir in den zweiten Teil der Tour. Wir planen von Malaucène aus auf den Gipfel des Mont Ventoux zu fahren, alternativ über den Col de Madeleine (ein kleiner Roller-Pass) von Bedoin aus (+12 Km / 200 Hm). Bevor die Steigung losgeht, haben wir Zeit uns auf den ersten 15 Kilometern entlang der Ouvèze (stillgelegte Eisenbahnstrecke) warmzufahren. Ein „Radweg“ führt von Entrechaux nach Malaucène. Auf knapp 21 Kilometern klettern wir 1567 Höhenmeter nach oben auf den Gipfel und fahren die sauber geteerte Abfahrt runter nach Sault. Das „Hinterland“ des Mont Ventoux ist etwas karg. Der weitere Streckenverlauf bietet keine Schwierigkeiten mehr. Der letzte Hügel auf dem Profil kann umfahren werden. Der Zielort Manosque ist die Partnerstadt von Leinfelden-Echterdingen.

Wer nach dem Mont Ventoux (+ 40-50 km / + 1000 Hm) noch starke Beine hat, begibt sich auf eine schöne Fahrt durch die Provence. Über Saint Hubert und den Col de la Ligne gelangen wir nach Mur, das auf jeden Fall für einen Foto-Stopp lohnt. Von dort aus ist es nicht weit nach Roussillon, das schon von weitem auf den ockerfarbenen Felsen zu sehen ist. Über das malerische Saint-Saturnin-les-Apt treffen wir bei St. Michel l’Observatoire auf die kürzere Strecke.

Etappe 8: 159 Kilometer, 2.500 Höhenmeter

Manosque – St. Martin d’Entraunes
Heute steht ein weiteres Highlight auf dem Plan: der Grand Canyon du Verdon. Vom Durance-Tal aus fahren wir den Verdon entlang, vorbei am Lac de Sainte Croix nach Moustiers-Sainte-Marie. Ab hier geht es den Canyon hinauf, wo sich uns atemberaubende Ausblicke in die Schlucht eröffnen sollten. Wir folgen dem Lauf des Verdon weiter bis zum Lac de Castillon. Auf den 20 Kilometern „Route Natio-nal“ über den Col de Toutes Aures, der den Übergang vom Verdon- ins Var-Tal markiert, sollte nicht allzu viel Verkehr sein. Im weiteren Verlauf folgen wir der Gorges de Daluis, die uns durch ihre rote eisenoxidfarbenen Felsen begeistern wird, zu unserem Ziel St. Martin d’Entraunes.

Eine anspruchsvollere Variante (+10 km + 500 Hm) bietet sich ab Kilometer 105 (St. Julien en Verdon). Anstatt über den Col de Toutes Aures zu fahren, folgt man dem Lauf des Verdons bis Colmars und erklimmt den Col des Champs. Nach einer rasanten Abfahrt ist man am Zielort.

Etappe 9: 122 Kilometer, 2.300 Höhenmeter

St. Martin d’Entraunes – Giullestre
Gleich nach dem Start geht es hinauf zum Col de la Cayolle. Nach der Abfahrt nach Barcelonette rol-len wir das Ubaye-Tal hinunter, am Lac de Serre-Ponçon entlang zu unserem Zielort Guillestre.

Etappe 10: 143 Kilometer, 2.500 Höhenmeter

Giullestre - Demonte
Es geht zum Dach der Tour, dem Col d’Agnel. Bevor es in den Anstieg geht, haben wir ca. 20 Kilometer durch die Gorges de Guil zum Aufwärmen. Von Vielle-Ville aus steigen wir sehr schön auf 21 Kilometer 1.370 Höhenmeter hinauf. Danach rollen wir ca. 50 Kilometer bergab durch das Valle Varaita. Über eine kleines Pässchen, der Colleta di Rossana gelangen wir ins Valle Stura, dem wir zu unserem Zielort Demonte folgen.

 

Für die Kletterkünstler bietet sich ab Kilometer 75 in Sampeyre eine deutlich anspruchsvolle Variante (insgesamt 150 km und rund 4.800 Hm)
Wer die Abgeschiedenheit der Berge liebt, fährt zunächst über den Colle di Sampeyre ins Valle Maira. Von dort aus geht’s hinauf zum Colle d’Esischie und zum Colle dei Morti und hinab zum Zielort Demonte.

 

 

Eine weitere landschaftlich reizvolle und sehr anspruchsvolle Variante ist die Auffahrt zum Colle dei Morti über das Valle Grana. Mit dieser Variante kommt man auf rund 170 Kilometern und 4.000 Hm

 

 

Etappe 11: 125 Kilometer, 1750 Höhenmeter

Demonte – Nizza
Nach unserem Abstecher nach Italien geht es zurück nach Frankreich. Bevor wir den letzten Pass der Tour, den Col de la Lombarde erklimmen, können wir uns knapp 15 Kilometer im Tal warm fahren. Der Anstieg auf italienischer Seite ist landschaftlich reizvoll, die Abfahrt vom Lombarde auf französischer Seite hervorragend. Mit viel Schwung geht es durch das Tinée- und Var-Tal nach Nizza.


 

Streckenplan

Die Höhenprofile wurden mit dem Quaeldich.de-Tourenplaner erzeugt.


Tourenverlauf als PDF zum Ausdrucken, in Arbeit...

Änderungen des Streckenverlaufes vorbehalten.

Stand: 06.01.2019