Französische Alpen 2023

Sportlich anspruchsvolle touristische Etappenfahrt

Aktuell laufen die Planungen noch! Stand: 08.01.2023

Acht Radtage in den französichen Alpen

Freitag, 30.06. bis Sonntag, 9. Juli 2023

Motto:
Das Ziel ist gemeinsam eine schöne Radtour zu erleben.
Wir sind kein kommerzieller Reiseveranstalter. Das Gruppeninteresse geht vor Einzelinteressen. Idealerweise sollte sich jeder Teilnehmer nach seinem Können in den Ablauf der Tour einbringen. Die Strecke und die Unterkünfte werden sorgfältig ausgesucht, wir können diese aber vorher nicht abfahren und testen.

Teilnehmer:innen:

Max. 16 Teilnehmer:innen. Da im Durchschnitt pro Etappe 70 bis 140 Kilometer und je nach Etappe zwischen 1.500 und 3.800 Höhenmeter zu absolvieren sind, sollten die Teilnehmer:innen die entsprechende Kondition und Erfahrung mit Alpenpässen mitbringen sowie das Fahren in der Gruppe beherrschen.

Vortreffen:

Ende Mai/Anfang Juni 2023

Grenoble-Tour der „hochalpine Achter“

Ausgangs-Tour

Blaue Strecke

778 Kilometer und 19.834 Höhenmeter

mit: Alpe d'Huez, Col du Galibier und Col de la Bonette

Verkürzt mit Südschleife

Türkise Strecke

697 Kilometer und 16.290 Höhenmeter

mit: Col du Galibier und Col de la Bonette

ohne: Alpe d'Huez, Col d’Izoard,

Col de Moissière, Col de Noyer, Col Accarias und Col de l'Arzelier (zum direkten Vergleich ist die blaue Strecke hinterlegt)

Ambitionierte Tour

Rote Strecke

850 Kilometer, 21.700 Höhenmeter

mit:

1: Col d'Ornon, Alpe d’Huez, Pas de la Confession

2: Col de la Croix de Fer, Lacets de Montvernier

3: Col du Télégraphe, Col du Galibier, Col du Granon

4: Col d'Izoard, Col de Var

5: Col d'Allos, Col des Champs, Valberg

6: Col de la Couillole, Col de la Bonette

7: Col Lebraut, Col de Moissière, Col Accarias

8: Col de Noyer, Col du Fau, Col de l‘ Arzelier

ohne: Col de la Cayolle


Die Etappen

Datum Wochentag Etappe Start Ziel Km türkis/rot
Hm türkis/rot
 
30.06.23 Freitag   Anreise      
01.07.23 Samstag 1* Grenoble mit Alpe d'Huez

Allemond

78 2.400
01.07.23 Samstag 1 Grenoble ohne/mit Huez Allemond 109/139 2.400/3.900
02.07.23 Sonntag 2 Allemond St.-Michel-de-Maurienne 71/88 1.900/2.300
03.07.23 Montag 3 St.-Michel-de-Maurienne Briançon 71/93 2.200/3.200
04.07.23 Dienstag 4 Briançon Barcelonnette 93/99 1.800/2.600
05.07.23 Mittwoch 5 Barcelonnette (oder Ruhetag) Beuil 84/103 2.200/3.00
06.07.23 Donnerstag 6* Barcelonnette (u. Retour)  Col de la Bonette 67 1.700
06.07.23 Donnerstag 6 Beuil  Barcelonnette 109 2.700
07.07.23 Freitag 7 Barcelonnette  St.-Bonnet-en-Champsaur 87/93 1.500/1.800
08.07.23 Samstag 8 St.-Bonnet-en-Champsaur  Grenoble 100/130 1.400/2.400
09.07.23 Sonntag   Rückreise      

Basic: 570 Kilometer, 12.800 Höhenmeter (mit Ruhetag)

Ambitioniert: 850 Kilometer, 21.700 Höhenmeter

Höhenmeter circa Angaben

Etappe 1*: Die 78 Kilometer Tour nach Allemond nimmt die direktest möglichste Strecke von Grenoble nach Alpe d‘ Huez.

Ruhetag

Lässt man die Südschleife weg, besteht die Möglichkeit in Barcelonette am Mittwoch einen Ruhetag einzulegen. Am Donnertag gilt's dann, von der Nordseite den Col de la Bonette zu bezwingen (lohnt!) und somit der ambitionierten Gruppe zum gemeinsamen "Gipfelbier" entgegenfahren.
Etappe 6*: Höhenprofil für den Nordanstieg siehe: "Anfahrt zum Col de la Bonette nach Ruhetag"

 

Übernachtungsorte:

Pässe:

Pässe Nordschleife:

rote Strecken ambitioniert

Pässe Südschleife:

rote Strecke ambitioniert



Höhenprofil Grenoble-Tour (blaue Strecke) 780Kilometer:

Höhenprofil Grenoble-Tour verkürzt (türkise Strecke) 700 Kilometer:

Höhenprofil Grenoble-Tour ambitioniert (rote Strecke) 850 Kilometer:

Die Steigungsprofile

Etappe 1: Grenoble – Allemond

Col d'Ornon

Streckenkilometer: 84

Entraigues - Col d'Ornon

Durchschnittliche Steigung: 4,1 % / Steilste 100 Meter: 9,8 % / Länge: 14,6 km / Höhenmeter: 591 m / Bergpunkte: 333

 

Die ruhige, landschaftlich schöne Passstraße des Col d'Ornon (1.371 Meter) ist eine gemäßigte flache Verbindung zwischen dem Romanche-Tal im Norden und Drac-Tal im Süden. Nur ein kleines Schild und eine Auberge weisen auf den Col d'Ornon hin.

Alpe d’Huez

Streckenkilometer: 115

Le Bourg-d'Oisans - Alpe d’Huez

Durchschnittliche Steigung: 8 % / Steilste 100 Meter: 15 % / Länge: 13,9 km / Höhenmeter: 1.118 m / Bergpunkte: 994

 

Abstecher (Sackgasse) zum Retorten-Ski-Dorf Alpe d’Huez auf 1.815 Meter in den französischen Dauphiné-Alpen.

1.130 Höhenmeter und 14 Kilometer, auf 21 Serpentinen verteilt, geht es entlang an den zum Teil mit Graffiti besprühten steinernen Wänden und dem bepinselten Asphalt der Straße als Zeichen des Radsport-Mythos und des Tour de France Spektakels. Seit den Erfolgen von Joop Zoetemelk und Hennie Kuiper in den Siebzigerjahren auch der „Berg der Holländer“ genannt.


Etappe 2: Allemond – St.-Michel-de-Maurienne

Col de la Croix de Fer

Streckenkilometer: 163

Barrage du Verney / Allemont - Col de la Croix de Fer

Durchschnittliche Steigung: 5,1 % / Steilste 100 Meter: 12,7 % / Länge: 29,1 km / Höhenmeter: 1.494 m / Bergpunkte: 1102

 

Der Col de la Croix de Fer (2.067 Meter) ,einer der legendären Hors Catégorie HC (Ehrenkategorie) Anstiege der Tour de France, liegt nicht an der Route des Grandes Alpes und so eher ruhig. Bei schönem Wetter kann man den Aiguilles d'Arves, den Pic de l'Etendard und das Vallée des Arves bewundern.

Am Ende des Lac du Verney auf 800 Meter beginnt der 25 Kilometer lange Anstieg zum Col de la Croix de Fer. Gleich zu Beginn folgt die Straße einem schattigen schmalen Tal mit bis zu 11 Prozent und einer Vielzahl von Wasserfällen. Nach einer Flachpassage geht’s erstmal wieder 100 Höhenmeter bergab zum Lac de Grand Maison. Hier verändert sich das Landschaftsbild zu einem kargen Almen-Hochtal auf etwa 1.700 Meter Höhe.
Einen evtl. Abstecher mit 20 zusätzlichen Höhenmeter bei Streckenkilometer 160 zum Col du Glandon (1.924 Meter) sind schnell überwunden.

Zusatzschleife ambitioniert bei Etappe 2

Lacets de Montvernier

Streckenkilometer: 190

Durchschnittliche Steigung: 8,1 % / Steilste 100 Meter: 12,6 % / Länge: 3,4 km / Höhenmeter: 277 m / Bergpunkte: 235

 

Einzigartige Bergstraße mit 18 übereinander gestapelten Lacets (Serpentinen) bis Montvernier, mit herrlichem Panorama.

 


Etappe 3: St.-Michel-de-Maurienne – Briançon

Gesamtanstieg von St.-Michel-de-Maurienne – Col du Galibier

St.-Michel-de-Maurienne - Col du Galibier

Durchschnittliche Steigung: 5,9 % / Steilste 100 Meter: 13,1 % / Länge: 34,8 km / Höhenmeter: 2069 m / Bergpunkte: 1612

 

Die Passstraße des Col du Galibier mit 2.645 Meter (Nummer fünf unter den Alpenpässen) ist der zweithöchste Gebirgspass der Route des Grandes Alpes. Seine Lage am Übergang von Rhône-Alpes nach Provence-Alpes-Côte d‘Azur bietet vom Scheitelpunkt ein 360-Grad Panorama auf die schönsten Bergmassive der französischen Alpen. Bei gutem Wetter ist sogar noch der Mont Blanc auszumachen. Im Bergdorf Valloire beginnen die Kurven.

Die "Wetterscheide" Galibier bildet die Klimagrenze zwischen dem feuchteren nordalpinen und dem trockeneren mediterranen Klima und spätestens auf der Passhöhe entscheidet es sich, ob das Wetter bleibt oder umschlägt.

Die Abfahrt vom Galibier führt über den Col du Lautaret mit 2058 Meter, der gleich von drei Seiten erreichbar ist.

Hier die Teilstrecken des Gesamtanstiegs:

Col du Télégraphe

Streckenkilometer: 216

Michel-de-Maurienne - Col du Télégraphe

Durchschnittliche Steigung: 7,1 % / Steilste 100 Meter: 11,2 % / Länge: 11,8 km / Höhenmeter: 837 m / Bergpunkte: 628

 

Der Col du Télégraphe mit 1.566 Metern liegt zwischen St.-Michel-de-Maurienne und dem Skiort Valloire, der auf etwa 1.400 Meter Höhe.

Col du Galibier

 Streckenkilometer: 240

Durchschnittliche Steigung: 6,9 % / Steilste 100 Meter: 11,9 % / Länge: 17,5 km / Höhenmeter: 1.213 m / Bergpunkte: 933

 

Die Passstraße zwischen Valloire und dem Col du Lautaret ist 24,5 Kilometer lang.

In Briançon lohnt sich ein Abendspaziergang durch die Altstadt, die zum Weltkulturerbe gehört.

 

Zusatzschleife ambitioniert Bei Etappe 3

Col du Granon

Streckenkilometer: 270

Durchschnittliche Steigung: 9,3 % / Steilste 100 Meter: 15,9 % / Länge: 11,4 km / Höhenmeter: 1.059 m / Bergpunkte: 1036

 

Der etwas abseits gelegene "Klettersteig" der Hors Catégorie HC ist für alle ein Muss, die eine Herausforderung suchen. Die Aussicht während des ruhigen Aufstiegs ist atemberaubend und der Gipfel mit 2413 Metern im "Niemandsland" die Belohnung. Für Rennradler ist der Col de Granon eine Sackgasse.
Übrigens: Bei fast allen Straßen, die als Route Militaire gekennzeichnet sind, ist die Befahrung verboten.


Etappe 4: Briançon – Barcelonnette

Col d'Izoard

Streckenkilometer: 295

Briançon - Col d’Izoard

Durchschnittliche Steigung: 6,1 % / Steilste 100 Meter: 12,9 % / Länge: 19,1 km / Höhenmeter: 1.174 m / Bergpunkte: 866

 

Ein ruhiger, abgeschiedener, landschaftlicher Leckerbissen ist der Col d’Izoard mit 2.360 Meter. Im oberen Teil bietet die Auffahrt eine grandiose Serpentinenstrecke in zerklüfteter, wilder Felslandschaft. Auf der Südseite, zwischen Guillestre und Chateau-Queyras, befindet sich eine wüstenartigen Verwitterungslandschaft die Casse déserte. Das Verschmelzen von Kalksteinschichten und Gipsstein führte zu trümmerartigen Felsspitzen. Die härteren Gesteinsschichten hielten der Erosion stand und übrig blieben Felsnadeln in unterschiedlichen Formen.

Col de la Plâtrière, Streckenkilometer: 298
Am Col de la Plâtrière (2.220 Meter) beginnt der Naturpark Parc naturel régional du Queyras. Auf einer dicken Felsnadel befindet sich am Col de la Plâtrière eine Stele zu Ehren der Tour de France-Radfahrer Louison Bobet und Fausto Coppi.
Er ist wohl der einzige Pass in seiner Kategorie, der auf der gesamten Strecke einen Radstreifen auf der Straße aufweist.

Mehrere Passagen im zweistelligen Prozentbereich machen den Pass von der Südseite sportlich anspruchsvoll. Wir dürfen uns uns über die steile Abfahrt freuen.

Combe du Queyras

Streckenkilometer: 309
Zwischen Château-Queyras und Guillestre hat der wilde Fluss Guil mit seinem türkisfarbenen Wasser, auf einer Länge von etwa 14 Kilometern eine tiefe Schlucht in die Berge des Queyras getrieben. Zwei Drittel der schmalen und kurvigen Straße verläuft am Talgrund neben dem Guil, als „Combe du Queyras“ bezeichnet. Der Rest, auch „Gorges du Guil“ genannt, weiter oben durch ein paar kleine unbeleuchtete Tunnel an der Felswand entlang.

Anmerkung: Die Combe du Queyras waren mit der Anfahrt von Guillestre zum Col de Agnel auf der 10. Etappe von Giullestre nach Demonte bei der GrandTour 2019 von Stuttgart nach Nizza mit dabei.

Col de Var

Streckenkilometer: 344

Guillestre - Col de Vars

Durchschnittliche Steigung: 5,9 % / Steilste 100 Meter: 11,9 % / Länge: 18,9 km / Höhenmeter: 1.119 m / Bergpunkte: 799

 

Der Col de Vars mit 2.220 Meter befindet sich an der Grenze zwischen den Départements Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Passstraße ist von Guillestre besonders im ersten Abschnitt kurvenreich angelegt. Mit 7 bis 9 Steigungsprozenten gewinnt man schnell an Höhe und Ausblick. Nach 600 Höhenmeter erreicht man ein Hochtal.  Ab der Seilbahnstation bei Les Claux steigt es nochmals mit bis 8 Prozent an.
Gut ein Kilometer vor der Passhöhe liegt an einem malerischen See das historische Berggasthaus "Refuge Napoleon"

Bei durchschnittlich 8 Prozent Gefälle (Abschnitte mit <10 Prozent) ist die Abfahrt auf den ersten 8 Kilometern bis St. Paul (1468 Meter) steil.


Etappe 5: Barcelonnette – Beuil

Der südliche Teil des „hochalpinen Achter“

Col de la Cayolle

Streckenkilometer: 403

Barcelonnette - Col de la Cayolle

Durchschnittliche Steigung: 4,4 % / Steilste 100 Meter: 9,2 % / Länge: 27 km / Höhenmeter: 1.198 m / Bergpunkte: 634

 

Eine der landschaftlich schönsten und abwechslungsreichsten Pässe der Westalpen führt mit 51 Kilometer von Barcelonnette im Ubaye-Tal (1.136 Meter) über den Col de la Cayolle (2.326 Meter) nach St. Martin-d’Entraunes (1.050 Meter) im Süden. Zwischen Uvernet-Fours und Saint-Laurent verläuft die Straße entlang der etwa fünf Kilometer langen, engen Gorges du Bachelard. Die gesamte Strecke beeindruckt durch Ruhe, Einsamkeit und wilde Romantik. Unweit des Col de la Cayolle mit seiner kargen Hochgebirgskulisse, mitten im Mercantour-Nationalpark entspringt der Var, der bei Nizza ins Meer mündet.

Von Guillaumes verbindet die schönere nördliche Strecke, welche über Péone zum Col de Valberg (1.673 Meter) und dem Col de la Couillole (1.678 Meter) führt, die Südrampen des Col de la Cayolle und des Col de la Bonette.

Anmerkung: Den Streckenabschnitt zwischen Uvernet-Fours und Guillaumes über den Col de la Cayolle war in der Gegenrichtung bei der GrandTour 2019 von Stuttgart nach Nizza bei der 9. Etappe: von St. Martin d’Entraunes nach Guillestre dabei. Die "Königsetappenradler" haben an diesem 13. Juli-Samstag neben dem Col de Cayolle den Col de Restefond al Bonette mit Cime de la Bonette mitgenommen.

Valberg

Streckenkilometer: 450 (516 rote Strecke)

Péone - Valberg

Durchschnittliche Steigung: 6,1 % / Steilste 100 Meter: 14,5 % / Länge: 8,4 km / Höhenmeter: 511 m / Bergpunkte: 366

 

Der "Col de" Valberg (1676 Meter) verbindet Guillaumes mit Beuil.

 

Pässe der ambitionierten Strecke (anstatt dem Col de la Cayolle) bei Etappe 5

Col d'Allos

Streckenkilometer: 440 (rote Strecke)

Barcelonnette - Col d'Allos

Durchschnittliche Steigung: 6,6 % / Steilste 100 Meter: 12,5 % / Länge: 17 km / Höhenmeter: 1.105 m / Bergpunkte: 830

 

Im Mercantour-Nationalpark windet sich der Anstieg zum Col d'Allos (2.250 Meter) auf einer schmalen, ruhigen "Balkonstraße" an Felswänden entlang. Linksseitig schöne Ausblicke in die Gorges du Bachelard und von oben auf den Col de la Cayolle.

Col des Champs

Streckenkilometer: 473 (rote Strecke)

Colmars - Col des Champs

Durchschnittliche Steigung: 7,1 % / Steilste 100 Meter: 11,9 % / Länge: 11,5 km / Höhenmeter: 812 m / Bergpunkte: 645

 

Achtung: Vom Allos kommend muss man kurz vor Colmars in einer Kurve, am Fort de Savoie, nach links in eine schmale Straße zum Col des Champs (2.087 Meter) abbiegen. Der unbekannte, einsame, perfekt asphaltierte Anstieg steigt durch einen Kiefernwald (Foret du Haute Verdun) an. Hinweisschilder geben die Entfernung zum Gipfel/Höhe/prozentualer Anteil auf dem nächsten Kilometer an. In der Abfahrt nach Saint-Martin-d‘ Entraunes hat man, fast wie in den Dolomiten, eine tolle Aussicht auf majestätische Felsformationen.


Etappe 6: Beuil – Barcelonnette

Col de la Couillole

Streckenkilometer: 464

Beuil - Col de la Couillole

Durchschnittliche Steigung: 4 % / Steilste 100 Meter: 11,3 % / Länge: 6,2 km / Höhenmeter: 249 m / Bergpunkte: 159

 

Der Col de la Couillole (1.678 Meter) hat seinen westlichen Ausgangspunkt am oberen Ende der George de Cians in Beuil und seinen östlichen im Tal der Tinée bei St. Saveur. Die Abfahrt vom Col de la Couillole vorbei am Bergdorf Roubion, das sich wie ein Adlerhorst an die Felsen schmiegt, hat Kurven ohne Ende und tiefe Blicke ins Tinée-Tal.

Zum Col de la Bonette

Von Saint-Sauveur-sur-Tinée (480 Meter) beginnen die 2.300 Höhenmeter verteilt auf 56 Kilometer zum Col de la Bonette. 

Anmerkung: Die Route verläuft zunächst für ca. 13 Kilometer bis Isola (860 Meter) entgegen unserer GrandTour 2019 von Stuttgart nach Nizza, allerdings haben wir diesen Abschnitt wetterbedingt am 15. Juli 2019 mit dem Busshuttle zurückgelegt.

Col de la Bonette

Streckenkilometer: 530

St. Etienne - Col de la Bonette

Durchschnittliche Steigung: 6,5 % / Steilste 100 Meter: 13,3 % / Länge: 25,4 km / Höhenmeter: 1.663 m / Bergpunkte: 1260

Saint-Sauveur-sur-Tinée - Cime de la Bonette


Nach 30 Kilometer von Saint-Sauveur-sur-Tinée und 13,5 Kilometer ab Isola beginnt am Ortsausgang von St. Etienne (1.150 Meter) der eigentliche Passanstieg.

Der Col de la Bonette (vierthöchsten Alpenpass) liegt mit seinen 2.715 Metern auf der 50 Kilometer langen Passstraße der provenzalischen Alpen, zwischen dem dem Col de Raspaillon mit 2.500 Metern und dem Col de Restefond mit 2.656 Metern. Vier Kilometer vor dem Col de Raspaillon liegt von Süden kommend noch der Col de Fourches (2.271 Meter). 

Die mondartige Landschaft am Passübergang und der Ausblick ist spektakulär!

Die Schleife um den Gipfel, “Cime de la Bonette” mit dem am Scheitelpunkt befindlichen Napoleon-Gedenkstein und einer grandioser Aussicht ist mit 2.802 Metern eine der höchsten geteerten Straßen in den Alpen. Nur die Ötztaler Gletscherstraße, eine Sackgasse, ist höher. Die Schleife (welche meist gegen den Uhrzeiger gefahren wird)  ist wesentlich steiler als die gesamte bisherige Strecke. Nach einem kurzen Flachstück beträgt die Steigung auf einer Länge von etwa 700 Metern dauerhaft 10 bis 13 Prozent. Bei gutem Wetter lohnt sich ein Blick vom Gipfel, der zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen ist.

Der Nationalpark Mercantour ist einer der letzten relativ unberührten Gegenden Europas mit weitgehend unberührter Tierwelt, in der sich Steinböcke, Mufflons, Gämsen und Wildkatzen beobachten lassen. In den Tälern rund um den Monte Bego wurden Felszeichnungen aus der Bronzezeit gefunden.

Anfahrt zum Col de la Bonette nach Ruhetag

 Jausier - Col de la Bonette Cime de la Bonette(Nordanfahrt)

Durchschnittliche Steigung: 6,8 % / Steilste 100 Meter: 14,1 % / Länge: 23,3 km / Höhenmeter: 1590 m / Bergpunkte: 1281

 

Man sollte sich den Col de la Bonette auf keinen Fall entgehen lassen! Von Barcelonette sind es 31 Kilometer und 1.700 Höhenmeter.


Etappe 7: Barcelonnette – St.-Bonnet-en-Champsaur

Nord-Westlicher Teil des „hochalpinen Achter“ – Die 2.000-er liegen hinter uns

Col Lebraut

Streckenkilometer: 559

Les Celliers - Col Lebraut

Durchschnittliche Steigung: 5 % / Steilste 100 Meter: 10,5 % / Länge: 10,1 km / Höhenmeter: 510 m / Bergpunkte: 387

 

Der Aufstieg zum Col Lebraut (1.110 Meter) bietet einen atemberaubenden Blick auf den darunter liegenden Lac de Serre Ponçon.

Pass der ambitionierten Strecke bei Etappe 7

Col de Moissière

Streckenkilometer: 637

Chorges - Col de Moissière

Durchschnittliche Steigung: 6,1 % / Steilste 100 Meter: 12,8 % / Länge: 12,4 km / Höhenmeter: 754 m / Bergpunkte: 608


Über den Südanstieg mit ein paar steilen Abschnitten kurz unterhalb der Passhöhe zum Col de Moissière (1.573 Meter), kann man hier die Landschaft alleine genießen.

 


Etappe 8: St.-Bonnet-en-Champsaur – Grenoble

Die Schlussetappe

Col Accarias

Streckenkilometer: 715

Durchschnittliche Steigung: 3,9 % / Steilste 100 Meter: 6,3 % / Länge: 3,1 km / Höhenmeter: 120 m / Bergpunkte: 55


Die Nordabfahrt des Col Accarias (892 Meter) im Préalpes du Dauphiné, Isère(Drac-Bénivent/Ébron)gebiet führt in die malerische Drac-Schlucht.

Col du Fau

Streckenkilometer: 732

Vom der Pont de Brion bis zum Col du Fau (898 Meter) sind es 7,8 Kilometer und 340 Höhenmeter bei Durchschnittlich 4,4 Prozent Steigung.

Pässe der ambitionierten Strecke bei Etappe 8

Col de Noyer

Streckenkilometer: 669

Le Noyer - Col du Noyer

Durchschnittliche Steigung: 8,6 % / Steilste 100 Meter: 14,8 % / Länge: 6,3 km / Höhenmeter: 540 m / Bergpunkte: 508

 

Am Col de Noyer (1.664 Meter) steht an der Marschroute Napoleons im Jahre 1815 das Réfuge Napoléon. Die Ostauffahrt erinnert wegen seiner kunstvoll in den Hang gebauten Straße an einen richtig großen Alpenpass.

Col de l‘ Arzelier

Streckenkilometer: 750

Saint-Guillaume - Col de l'Arzelier (1.154 Meter)

Durchschnittliche Steigung: 5,9 % / Steilste 100 Meter: 14,1 % / Länge: 8,7 km / Höhenmeter: 513 m / Bergpunkte: 426

 


Für Ambitionierte finden sich bei einzelnen Etappen, nach Absprache Erweiterungsmöglichkeiten.

Blaue Strecke

778 Kilometer und 19.834 Höhenmeter

Rote Strecke: mögliche Erweiterungen

 

Orange Strecke (extended ambitioniert!)

950 Kilometer und 23.400 Höhenmeter

 



Ausschreibung

Motto:
Das Ziel ist gemeinsam eine schöne Radtour zu erleben.
Wir sind kein kommerzieller Reiseveranstalter. Das Gruppeninteresse geht vor Einzelinteressen. Es sollte sich jeder Teilnehmer nach seinem Können in den Ablauf der Tour einbringen. Hierzu zählen u.a. an einem Tag das Begleitfahrzeug (Mercedes Sprinter) zu fahren, die Unterwegsverpflegung einzukaufen und an den Verpflegungsstellen aufzubauen. Die Strecke und die Unterkünfte wurden sorgfältig ausgesucht, wir können diese vorher nicht komplett abfahren und testen.
Teilnehmer:
Das Angebot richtet sich zunächst an Mitglieder des RTC Stuttgart. Sollten nach dem XX.XX.2023 noch Plätze frei sein, werden wir auch Freunde des Vereins in die Gruppe aufnehmen. Die Reise findet auf jeden Fall statt, da es bereits genügend Interessenten gibt, und ist auf maximal 16 Teilnehmer beschränkt. Bei den Etappen darf man die langen Anstiege und vielen Höhenmeter nicht unterschätzen. Die Teilnehmer sollten daher die entsprechende Kondition und idealerweise Erfahrung mit Alpenpässen mitbringen sowie das Fahren in der Gruppe beherrschen. Für max. 4 Teilnehmer besteht täglich die Möglichkeit Streckenabschnitte im Begleitfahrzeug zu absolvieren.
Ablauf:
Es gibt täglich zwei verschieden anspruchsvolle Strecken zur Auswahl. Wo möglich fahren wir im geschlossenen Verband. An den Anstiegen fährt jeder sein Tempo. Das Begleitfahrzeug mit dem Gepäck und der Unterwegsverpflegung wird von den Teilnehmern abwechselnd gefahren, wobei vormittags wegen des Lebensmitteleinkaufs 2 Personen vorgesehen sind. Bei 16 Teilnehmern ist der Aufwand für jeden Teilnehmer überschaubar.

Unterkünfte:
Wir übernachten i.d.R. in Doppelzimmern mit zwei Einzelbetten incl. Bad/WC. Pro Unterkunft haben wir ein Kontingent von 4 Einzelzimmern reserviert, die nach dem „first come, first serve“-Prinzip vergeben werden. Bei einer Unterkunft gibt es keine Einzelzimmer und teilweise 3-Bett-Zimmer. Mit Ausnahme von X Abenden ist überall Halbpension und jeweils ein abschließbarer Fahrradraum gebucht. Vom einfachen Gasthof bis zum Stadthotel ist die ganze Bandbreite vertreten. Bitte bei der Anmeldung möglichst einen gewünschten Zimmerpartner angeben.

Verpflegung unterwegs:
Auf den Etappen werden die Teilnehmer mit Getränken und Essen versorgt. Das Verpflegungsangebot beinhaltet Brot und Brötchen, Käse und Wurst, geschnittenes Gemüse und Obst, zum Trinken Wasser und diverse Softdrinks. Energieriegel, Gels etc. werden nicht angeboten. Das Begleitfahrzeug treffen wir jeweils an den Verpflegungsstellen, dazwischen fahren wir im Normalfall ohne Führungs-/Schlussfahrzeug. Sollte das Begleitfahrzeug, weil es nicht beide Gruppen gleichzeitig den ganzen Tag betreuen kann, zeitweilig nicht zur Verfügung stehen, werden wir an einem Café rasten oder Vesper in die Trikots packen.

Leistungen und Kosten:
Alle Kosten (Miete Begleitfahrzeug, Benzin, Maut, Unterkünfte, Verpflegung unterwegs) werden auf die Teilnehmer umgelegt.
Der Reisepreis hängt von der endgültigen Teilnehmerzahl ab und steht aktuell noch nicht fest. Er wird bei Übernachtung im Doppelzimmer bei ca. XXX bis XXX Euro liegen. Der Einzelzimmer-Zuschlag beträgt ca. XXX Euro. Nach Bestätigung der Anmeldung ist eine Anzahlung von 300 Euro zu leisten, der Restbetrag vier Wochen vor Abreise.
Nicht enthalten sind die Kosten für die Anreise nach Grenoble, das Abendessen an X Tagen sowie alle Dinge für den privaten Bedarf. Ersatzteile können im eingeschränkten Umfang im Begleitfahrzeug mitgeführt werden. Ebenfalls nicht enthalten sind die Getränke beim Abendessen.
Bei Abmeldung sind die Kosten zu bezahlen, die trotz Absage angefallen (z.B. Hotelkosten) zuzüglich einer Verwaltungskostenpauschale von 30 Euro bei einer Stornierung ab dem XX.XX.2023. Eine adäquate Ersatzperson kann gestellt werden. Die Verwaltungskostenpauschale ist in diesem Fall trotzdem fällig. Die Stornokonditionen der Hotels sind sehr unterschiedlich. Bei einem fällt schon ab XXX etwas an, bei manchen Hotels kann ein Monat vorher noch storniert werden.

Anmeldung:
Nach vorherigem Kontakt bei Thies Stange unter Tel. 0176 24877074 oder alpentour(at)rtc-stuttgart.de
Teilnahme und Haftungsausschluss:
Wir behalten uns im Interesse eines guten Gesamtablaufs vor, nur entsprechend trainierte Fahrer/innen zuzulassen.
In Eurem eigenen Interesse besteht Helmpflicht. Triathlonlenker sind nicht zugelassen. In den Alpen besteht in Tunneln aller Art Lichtpflicht! Ein Positionslicht ist ausreichend.
Eine Teilnahme ist nur mit einem technisch einwandfreien Rad möglich.
Winddichte und atmungsaktive Kleidung, Regenschutz und wärmere Handschuhe sind auch im Sommer hilfreich. Ersatzschlauch, Müsliriegel (o.ä.) und Trinkflaschen sind vom Teilnehmer selbst mitzuführen.
Die Teilnehmer haben sich an die Anweisungen der Tourenleitung zu halten. Beim Verbandfahren Vorfahrt beachten, nicht unbesehen hinterherfahren. Bei schlechtem Wetter behalten wir uns eine Streckenänderung vor.
Jeder Teilnehmer muss ausreichend gegen Haftpflicht und Unfall versichert sein und fährt auf eigene Gefahr nach den Bestimmungen der StVO. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Unfälle und sonstige Schäden. Mitglieder des RTC Stuttgart sind über den Verein in der ARAG-Sportversicherung (www.arag-sport.de) versichert.
Corona-Regeln:
Es gelten die Bedingungen, weche die Behörden in Frankreich am Tag vor dem Start bzw. während der Tour vorgeben. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet sich selbst darüber zu informieren, soweit es seine/ihre persönliche Situation erfordert.


Quellen

Strecken-Info und Beschreibungen: ↗Quäldich und https://de.wikipedia.org/

Höhenprofile: ClimbFinder ↗Was sind Bergpunkte?; ↗Quäldich, ↗BRouter

Streckenkarten: MapOut und ClinbFinder